Wasser

Apr 5, 2024 | Allgemein

Wer kann sich nicht an die Lust auf ein Glas kühles Wasser an einem heißen Sommertag erinnern und das wohltuende Gefühl bei jedem Schluck für Körper,  Geist und Seele? Durst ist ein Grundbedürfnis, das jedes Lebewesen mit auf die  Welt bringt und das uns ein Leben lang begleitet. 

Unseren Durst mit Wasser zu stillen, gehört zum ursprünglichsten Verhalten – wir teilen es mit allen Geschöpfen, Pflanzen, Pilzen und so weiter. Und das hat  seinen Grund: Denn wir Menschen bestehen zu etwa drei Vierteln aus  Flüssigkeit. Wir alle brauchen Wasser. Es ist lebensnotwendig. Wir können  vielleicht wochenlang ohne Nahrung auskommen, aber nur wenige Tage ohne  Flüssigkeit.  

Wasser reguliert viele Prozesse im Körper, wie zum Beispiel den Blutdruck,  Atem und die Verdauung, aber auch unseren Mineralienhaushalt und die Hormone. Es zirkuliert durch alle Zellen, reinigt uns von innen und lässt uns  erblühen wie eine Blume. Und umgekehrt trocknet Wassermangel unseren  Körper aus: Nicht nur die Haut verdorrt, auch unsere inneren Organe 

verkümmern, Blut und Lymphe können nicht mehr fließen. Man tut also gut  daran, auf seinen Wasserhaushalt zu achten, denn nicht immer und vor allem  nicht bei jedem stellt sich ein Durstgefühl ein. Jeder kennt es: Wenn man sich  zum Beispiel stark auf seine Arbeit konzentriert, vielleicht generell im Stress 

oder etwas gedankenverloren ist, kommt es nicht selten vor, dass der Durst  ausbleibt und man einfach vergisst, etwas zu trinken. Und ab der Lebensmitte nimmt – besonders bei Frauen – das körpereigene Durstgefühl ab. 

Auch unsere Gewohnheit, zu jeder Tageszeit Kaffee zu trinken oder wenn wir  ausgehen, Wein, Bier oder zuckerhaltige Säfte und Limonaden zu bestellen, macht uns vergessen, dass unser Körper eigentlich vor allem reines Wasser  braucht. Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel,  Abgeschlagenheit, Krämpfe oder schnelle Ermüdung und  Stimmungsschwankungen können die Symptome sein, wenn man seine Zellen  nicht ausreichend damit versorgt.  

Aber wenn man nach einer durchzechten Nacht am nächsten Morgen mit  einem Kater erwacht, ist das Bedürfnis nach Wasser groß. Denn Koffein, Alkohol  und Zucker enthalten dem Körper nicht nur das reine Wasser vor, sondern  entziehen es ihm sogar, wodurch unser Stoffwechsel über kurz oder lang zu  leiden hat. Alexander der Große soll aus hygienischen Gründen — das Wasser  war meistens verkeimt — auf seinen Eroberungsfeldzügen ausschließlich  Weißwein getrunken haben, woran er am Ende völlig dehydriert verstarb. 

Wie viel Flüssigkeit braucht der Mensch – am besten in Form von Wasser, da  dies aufgrund seiner Aufnahmefähigkeit alle Schadstoffe binden und jede Zelle optimal versorgen kann? 

Idealerweise bekommt der Körper bis zu einen Liter Wasser über unsere feste  Nahrung zugeführt, wenn wir ausreichend Obst und Gemüse essen. Den Rest,  also etwa 1,5 Liter – oder mehr, falls man zu wenig von dieser Frischkost zu sich nimmt –, sollte man trinken. Da unser natürliches Durstgefühl immer gewissen  Schwankungen unterliegt und auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich  ausgeprägt ist, ist es ratsam, seinen Körper ganz bewusst regelmäßig mit  reinem Wasser zu versorgen. Wir sollten uns also angewöhnen, über den Tag  verteilt 1,5 bis 2 Liter davon zu trinken – nicht zu kalt, sondern möglichst bei  Zimmertemperatur. Besonders gut verwertbar für den Körper wird es durch ein paar Spritzer frischen Zitronensaft. Man kann aber auch ein paar Gurken- oder Ingwerscheiben in eine Wasserflasche oder ganz stilvoll in eine Karaffe geben – 

ganz nach Geschmack. Der Vorteil der Darreichungsform in einem größeren  Gefäß ist, dass man immer eine Kontrolle über die getrunkene Menge hat. 

Besonders empfehlenswert ist es, morgens gleich nach dem Aufstehen in einem  Zeitraum von zehn Minuten zwei große Gläser Wasser auf nüchternen Magen  zu trinken. Das Wasser erreicht dann direkt jede Körperzelle, füllt sie auf und  versorgt sie. Wer sich so schon früh mit dieser reinen und lebensspendenden  Flüssigkeit versorgt, kann für den Rest des Tages entspannt jedes weitere Glas  genießen. Übrigens, besonders unsere Haut freut sich darüber, vielleicht sogar  mehr als über die Feuchtigkeit in Cremes und Lotionen.